Carl Zeiss MicroImaging GmbH
Die Formel 1 der Mikroskopie
Formel
In den folgenden fünf, sechs Jahren arbeiten Zeiß und Abbe intensiv daran, das wissenschaftliche Fundament für optische Systeme zu legen. Ein mühevoller Weg, nicht ohne Rückschläge. Umfangreiche theoretische und experimentelle Untersuchungen müssen durchgeführt werden, viele Mess- und Prüfgeräte sind eigens zu entwickeln, 1869 entsteht für die Studien ein neuer Beleuchtungsapparat ("in allen Teilen rein nach theoretischen Erwägungen kombiniert"), der schnell Verbreitung findet.
Dann der Durchbruch: Ernst Abbe definiert seine Wellentheorie der Mikroskopabbildung. Außerdem die nach ihm benannte Sinusbedingung. Die Grundlage jeder modernen Hochleistungsoptik ist geschaffen.
1872. Ein großes Jahr in der Geschichte von Zeiss und in der Mikroskopgeschichte überhaupt: Zum ersten Mal werden Objektive angeboten (17 Ausführungen, darunter 3 Immersionssysteme), die allesamt auf der Grundlage mathematisch-optischer Forschung entstanden sind. Abbe erläutert dazu: "Die betreffenden Konstruktionen sind dabei, auf Grund genauer Untersuchung der zu verwendenden Materialien, bis in die letzten Einzelheiten - jede Krümmung, jede Dicke, jede Linsenöffnung - durch Rechnung festgestellt, so dass alles Tatonnement (Abbe hätte auch "Pröbeln" sagen können) ausgeschlossen bleibt."
Eine Revolution für die gesamte Mikroskopentwicklung ist vorgezeichnet, der Name Zeiss geht um die Welt und wird zum Inbegriff für Innovation und Qualität.
Apropos Qualität. Da kennt Carl Zeiß kein Pardon; so manches Mikroskop aus eigener Werkstatt, das vor seinem strengen Auge nicht besteht, zertrümmert er eigenhändig mit dem Hammer.
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Zukunft von Anfang an
Wie alles begann
Weg des Mikroskops
Mikroskopie: Formel 1
Durchschlagend
Das Glas
Das Licht
Carl Zeiß stirbt
1896
Jahrhundertwende
Geschichte: Stationen
Eine Zeitreise
Nobel, nobel